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Krieg und Frieden

“Die Oberen sagen: Frieden und Krieg sind aus verschiedenem Stoff. Aber ihr Friede und ihr Krieg sind wie Wind und Sturm. Der Krieg wächst aus ihrem Frieden, wie der Sohn aus der Mutter, er trägt ihre schrecklichen Züge. Ihr Krieg tötet, was ihr Frieden übriggelassen hat.” (Bertolt Brecht)
“Wir wissen, dass Ihr tapfere Soldaten seid. Jeder 2. von Euch trägt das Eiserne Kreuz! Aber bei uns trägt jeder 2. einen Mörser. Darum gebt auf!” (Russisches Flugblatt bei Kursk ’43)
Die Schriftsteller können nicht so schnell schreiben, wie die Regierungen Kriege machen; denn das Schreiben verlangt Denkarbeit. (B.Brecht)
„Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg“ (Kurt Tucholsky)
“Die Wahrnehmung, daß es möglich ist, durch Gewalt andere Menschen und Menschengruppen zu enteignen, auszubeuten, niederzukonkurrieren und so weiter, ist aus dem privaten Wahrnehmungskreis des kleinen und großen Bürgertums gewonnen. Gerade auf einem solchen Verhalten bruht ja unsere Wirtschaft”
(B. Brecht)
“Glaubt nicht, ihr hättet Millionen Feinde. Euer einziger Feind heißt – Krieg.“
(Erich Kästner)

Arbeit

“Statt des konservativen Mottos: “Ein gerechter Tagelohn für ein gerechtes Tagewerk!”, sollte sie [die Arbeiterklasse] auf ihr Banner die revolutionäre Losung schreiben: “Nieder mit dem Lohnsystem!”” (MEW 16, S. 152)
„Sämtliche Lebensverhältnisse des Menschen haben ihren letzten Grund in seinen natürlichen materiellen Bedürfnissen und deren Befriedigung durch Nutzung der Umgestaltung der Natur in der Arbeit. In diesem arbeitsteiligen Prozess vervielfältigen und verfeinern sich die Bedürfnisse und werden aus natürlichen zu gesellschaftlichen, zivilisatorischen, kulturellen. So bestimmt der Stand der Produktionsweise den Stoffwechsel des Menschen mit der Natur, die Inhalte und Ausdrucksformen der Gesellschaft, der Produktionsverhältnisse. Die Basisform der Produktionsverhältnisse in den Klassengesellschaften ist die Form des Eigentums an den Produktionsmitteln, aus der privaten Eigentumsform entspringt die Klassenspaltung und mit ihr der Klassenkampf. So ist für die gegenwärtige Formation das Kapitalverhältnis bestimmend und sein innerer Widerspruch die Ursache der allgemeinen Krise, die sich in Krieg und Naturzerstörung und sozialem Elend ausdrückt. Die marxistische Antwort darauf ist nicht die moralische Empörung und nicht der utopische Entwurf idealer Zustände, sondern die Aufhebung der Widersprüche im dialektischen Prozess der Negation der Negation. Dass er dabei über das wissenschaftliche Rüstzeug verfügt, macht die Zukunftsperspektive des Marxismus aus; und dass er die Einsicht in die Notwendigkeit organisierter Praxis besitzt und den Willen, danach zu handeln, gibt ihm die reale historische Kraft.“
(Hans Heinz Holz)
“Wettbewerbsfähigkeit bedeutet das Rennen darum, welches Land sich an die Spitze der arbeiterfeindlichen Maßnahmen setzt” (Aleka Papariga)
“Härter müssen wir arbeiten, denn wir stehen im globalen Wettbewerb! Was ist das? Eine Art Weltkrieg möchte man meinen, wenn man die Heerführer von schlagkräftigem Projektmanagement und Durchbruchsstrategien reden hört. Was ist eigentlich das Ziel des Rennens? Wohin will alle Welt, die da Runde um Runde im globalen Stadion läuft? Niemand kann ein Ziel nennen. Es gibt gar keines! Nur schneller muss das Rennen werden! Wer im Wettbewerb nicht vorn ist, geht unter, heißt es. Und doch im gleichen Atemzug: Wir brauchen mehr Wettbewerb!”
(Peter Kafka)
“Wohltaten, Mensch, sind nichts als Dampf. // Hol dir dein Recht im Klassenkampf!” (Kurt Tucholsky)
“Die tiefe Heuchelei der bürgerlichen Zivilisation und die von ihr nicht zu trennende Barbarei liegen unverschleiert vor unseren Augen, sobald wir den Blick von ihrer Heimat, in der sie unter respektablen Formen auftreten, nach den Kolonien wenden, wo sie sich in ihrer ganzen Nacktheit zeigen.”
(Karl Marx)

Rassismus

“Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sind keine natürlichen, instinktiven Reaktionen menschlicher Wesen, sondern in der Geschichte menschlicher Gesellschaften kulturelle und politische Phänomene, die durch Kriege, militärische Eroberungen, Sklaverei und die individuelle oder kollektive Ausbeutung der Schwächsten durch die Stärksten entstanden.” (Fidel Castro)
“Wir erklären unser Recht auf dieser Erde […] ein menschliches Wesen zu sein, als solches respektiert zu werden, und die Rechte eines menschlichen Wesens in dieser Gesellschaft zu besitzen, auf dieser Erde, an diesem Tag, das werden wir durchsetzen – mit allen nötigen Mitteln …” (Malcolm X)

Faschismus/Antifaschismus

“Als sie kamen, um die Juden zu holen, schwieg ich, weil ich kein Jude war. Als sie kamen, um die Kommunisten zu holen, schwieg ich, weil ich kein Kommunist war. Als sie kamen, um die Gewerkschafter zu holen, schwieg ich, weil ich kein Gewerkschafter war. Dann, als sie kamen, um mich zu holen, gab es keinen mehr, der für mich seine Stimme hätte erheben können.” (Pastor Martin Niemöller)
„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“ (Max Horkheimer)

Politik

“Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.” (Wladimir Iljitsch Lenin)
“Wer sich nicht mit Politik befaßt, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: Er dient der herrschenden Partei.” (Max Frisch)
“Wer A sagt, der muß nicht B sagen. Er kann auch erkennen, daß A falsch war.” (B.Brecht)
„Marx würde gegen das politische Ideal protestieren, das Sie ihm unterstellen. Wenn schon von einem Mann der Wissenschaft, der ökonomischen Wissenschaft, die Rede ist, so darf man keine Ideale haben, man erarbeitet wissenschaftliche Ergebnisse, und wenn man darüberhinaus noch ein Mann der Partei ist, so kämpft man dafür, sie in die Praxis umzusetzen. Wenn man aber ein Ideal hat, kann man kein Mann der Wissenschaft sein, denn man hat eine vorgefaßte Meinung.“
(Friedrich Engels)
„Dem Sozialismus als “geistige Tradition”, als Beitrag zur Geschichte des “utopischen Denkens” ein Plätzchen im Arsenal ehrbarer bürgerlicher Ideologien sichern und dafür auf der Leiche des realen Sozialismus herumtrampeln, der so etwas Edles “verfälscht” hätte: damit mögen sich linke Sinnsucher trösten.“
“Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.” (B.Brecht)

Revolution

“Es kommt der Tag, da wird sich wenden
Das Blatt für uns, er ist nicht fern.
Da werden wir, das Volk, beenden
Den großen Krieg der großen Herrn.
Die Händler, mit all ihren Bütteln
Und ihrem Kriegs- und Totentanz
Sie wird auf ewig von sich schütteln
Die neue Welt des g’meinen Manns.
Es wird der Tag, doch wann er wird,
Hängt ab von mein und deinem Tun.
Drum wer mit uns noch nicht marschiert,
Der mach’ sich auf die Socken nun.” (Berthold Brecht in “Mutter Courage”)
“Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt.” (B.Brecht)
“Das Wertvollste, was der Mensch besitzt, ist das Leben. Es wird ihm nur einmal gegeben, und er muss es so nützen, dass ihn später sinnlos vertane Jahre nicht qualvoll gereuen, die Schande einer unwürdigen, nichtigen Vergangenheit ihn nicht bedrückt und dass er sterbend sagen kann: Mein ganzes Leben, meine ganze Kraft habe ich dem Herrlichsten auf der Welt – dem Kampf für die Befreiung der Menschheit – geweiht.”
(Nikolai Ostrowski)
“Chef, es sind zu viele” (Ein geschockter Polizist in Bad Doberan als 2007 über zehntausend DemonstrantInnen den G8 Gipfel in Heiligendamm blockierten.)
“Ich sah der Menschen Angstgehetz; // ich hört der Sklaven Frongekeuch. // Da rief ich laut: Brecht das Gesetz! // Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch!” (Erich Mühsam)
“Die Wahrheit ist die größte aller nationalen Besitztümer. Ein Staat, eine Person, ein System das die Wahrheit verdrängt oder Angst hat sie Publik zu machen verdient es zu kollabieren.” (Kurt Eisner)
“Zu sagen was ist, bleibt die revolutionärste Tat.” (Rosa Luxemburg)
“I am an extremist. I call for extreme measures to solve extreme problems. Where face and freedom are concerned I do not use or prescribe half measures. To me life without control over the determining factors ist not worth the effort of drawing breath. Without self-determination I am extremly displeased.” (George Jackson)
“Auf tausend Kriege kommen nicht zehn Revolutionen,
so schwer ist der aufrechte Gang.” – Ernst Bloch
„Wer die Welt verändern will, muss sie erkennen. Wer sich befreien will, braucht Genossen. Wer Kraft entfalten will, muss sich organisieren. Wer ein freies, menschliches Leben erringen, die Zukunft gewinnen will, der muss kämpfen!“
(Ernesto „Che“ Guevara)

Recht

“Mord und Todesstrafe sind nicht Gegensätze, die einander aufheben, sondern Ebenbilder, die ihre Art fortpflanzen.” (George Bernard Shaw)

Kultur

“Sie kommen jeden Tag und verunstalten unsere Städte. Sie hinterlassen überall ihre idiotischen Schriftzüge. Sie machen aus der Welt einen hässlichen Ort. Wir nennen sie Werbeagenturen und Stadtplaner.” (Banksy)

Religion

“Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewußtsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben oder schon wieder verloren hat. Aber der Mensch, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist die Welt des Menschen, Staat, Sozietät. Dieser Staat, diese Sozietät produzieren die Religion, ein verkehrtes Weltbewußtsein, weil sie eine verkehrte Welt sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr enzyklopädisches Kompendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur Ehrenpunkt, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die phantastische Verwirklichung des menschlichen Wesens, weil das menschliche Wesen keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen jene Welt, deren geistiges Aroma die Religion ist. Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes. 379Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist. Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche. Die Kritik der Religion enttäuscht den Menschen, damit er denke, handle, seine Wirklichkeit gestalte wie ein enttäuschter, zu Verstand gekommener Mensch, damit er sich um sich selbst und damit um seine wirkliche Sonne bewege. Die Religion ist nur die illusorische Sonne, die sich um den Menschen bewegt, solange er sich nicht um sich selbst bewegt. Es ist also die Aufgabe der Geschichte, nachdem das Jenseits der Wahrheit verschwunden ist, die Wahrheit des Diesseits zu etablieren. Es ist zunächst die Aufgabe der Philosophie, die im Dienste der Geschichte steht, nachdem die Heiligengestalt der menschlichen Selbstentfremdung entlarvt ist, die Selbstentfremdung in ihren unheiligen Gestalten zu entlarven. Die Kritik des Himmels verwandelt sich damit in die Kritik der Erde, die Kritik der Religion in die Kritik des Rechts, die Kritik der Theologie in die Kritik der Politik. ” (Karl Marx, 1844)