Strafverfolgung von Antifaschisten_innen

Gegen mehrere Leute, die sich an Protesten gegen einen Nazi-Aufmarsch am 21. Januar 2012 beteiligt haben, laufen derzeit polizeiliche Ermittlungen wegen „erheblicher Störung der Versammlung“ und erhielten „als Beschuldigte“ Vorladungen zur  Vernehmung bei der Polizei. Gegen mehrere Antifaschisten_innen wurde inzwischen Strafbefehl in Höhe einer Geldstrafe von 3600,- Euro verhängt. Wegen angeblichem                  „Widerstand“ durch „Unterhaken“ mit anderen Demonstranten beim  Freiräumen der Sonnenstraße durch die Polizei….

Zur Erinnerung:

Hunderte von Antifaschist_innen war es am Samstag, 21. Januar 2012, gelungen, einen Aufmarsch des “Freien Netz Süd” (FNS) zu stoppen. Der von Norman Bordin angemeldete rechte Aufzug mit dem Motto „Deutsche Freiräume erkämpfen! – Für ein patriotisches Begegnungszentrum!“ begann am Hauptahnhof und sollte zum linksalternativen – Jugendzentrum „Kafe-Marat“ in der Thalkirchener Straße gehen.

Hunderte Gegendemonstranten begleiteten den braunen Umzug. In der Sonnenstraße musste die Polizei mit Gewalt die Straße frei räumen um das „Recht auf Nazi-Propaganda“
durch zusetzen. Für die 90 Neonazis aber schließlich nach der Hälfte ihrer geplanten  Strecke Schluss. Der Nazi-Aufmarsch wurde am Goetheplatz/Ecke Lindwurmstraße von rund 500 Antifaschisten gestoppt.
Nazis waren auf dieser Demonstration mit Schlagstöcken und “Paulchen Panther Lied” (bekannt aus dem NSU-Video) aufgetreten!

Ausführlicher Bericht:
Rechter Aufmarsch in München erfolgreich blockiert. (Dienstag, 31. Januar 2012)
http://www.aida-archiv.de/

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Es wäre gut, wenn sich diejenigen – gegen die wegen des 21. Januar ebenfalls bereits strafrechtlich vorgegangen wurde – bei der „Roten Hilfe“ melden würden. muenchen@rote-hilfe.de

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