Kanzlei Schreiner&Partner, Josephsplatz … hilft Chefs, ihre Angestellten fertig zu machen

Infos zu den Machenschaften der Münchener Kanzlei Schreiner & Partner und unserer gemeinsamen Aktion dagegen am Dienstag 12.4.

+++”Die Kündigung von ‘Low Performern”+++”So flexibilisieren Sie Ihre Arbeitsverhältnisse”+++”So werden sie ihren Betriebsrat los”+++

Damit bewirbt die Anwaltskanzlei “Schreiner & Partner” bundesweit ihre Schulungsseminare für Arbeitgeber_Innen, Personaler_Innen und leitende Angestellte. Dort bringen ihnen die Jurist_Innen bei, wie sie gegen Betriebsrät_Innen und Gewerkschafter_Innen vorgehen und die Rechte ihrer Beschäftigten aushebeln können.
“Schreiner & Partner” wollen ein ganzes Repertoire an Methoden vermitteln, um Arbeitnehmer_Innen zu drangsalieren und Betriebsräte anzugreifen – wie einige Beispiele aus deren Seminarplan zeigen: -Krankheit und Fehlverhalten als Kündigungsgrund -So gestalten sie kreativ Kündigungsgründe -Lohnkürzungen durch betriebsbedingte Änderungskündigung -Wie löse ich einen bestehenden Betriebsrat auf? -Anti-Gewerkschaftsstrategie: So reduzieren Sie den Einfluss von Gewerkschaften im Betrieb
Die Masche ist klar: ARBEITSRECHT BIEGEN, ARBEITER_INNEN BESPITZELN, GEZIELT MOBBEN, SOLIDARITÄT UNTER DEN BESCHÄFTIGTEN BEKÄMPFEN!

Es gibt zahlreiche Fälle, in denen Unternehmen gezielt Psychoterror gegen Angestellte und Betriebsrät_Innen ausübten. Dabei ist ein Betriebsrat gesetzlich verankert und demokratisch gewählt, um die Angestellten im Betrieb gegenüber den Arbeitgeber_Innen zu vertreten. Es ist das Recht aller Lohnabhängigen, sich in Gewerkschaften für ihre Interessen zu organisieren. Was “Schreiner & Partner” schult, ist der gezielte Angriff auf die Rechte von Beschäftigten.
Auf der Abschussliste stehen Arbeitnehmer_Innen auch, wenn sie zu wenig Leistung bringen können (“Low Performer”). Wenn ein Angestellter schwer erkrankt, ist das im Jargon von “Schreiner & Partner” ‘störendes Arbeitnehmerverhalten’. Dagegen empfiehlt die Kanzlei den Einsatz von Privatdetektiven, Videoüberwachung und Datenschnüffelei, um Beschäftigte kostengünstig loszuwerden. Der Journalist Günter Wallraff hat aufgedeckt, dass eine Referentin sogar vorschlug, den Vorwurf der sexuellen Belästigung zu konstruieren, um leichter kündigen zu können!*

Es ist kein Zufall, das diese Methoden in den Betrieben zunehmen. Aufgrund der Krise geraten die Unternehmen in verstärkte Konkurrenz untereinander, versuchen Kosten zu drücken mit Befristungen, Zeitarbeit, Lohndumping und Entlassungen. Um das durchsetzen zu können, müssen sie den Widerstand der Beschäftigten schwächen, uns Kolleg_Innen gegeneinander ausspielen. Um so wichtiger ist es, sich gewerkschaftlich zu organisieren. Nur gemeinsam können wir gegen die Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen kämpfen.
Erfreulicherweise gibt es immer häufiger Proteste gegen Schreiner, manche Seminare wurden so sogar verhindert! Wir tragen unseren Protest jetzt vor die Münchner Niederlassung der Kanzlei:

Kundgebung Dienstag 12. April 17 Uhr Josephsplatz U-Bahn U2

Schluss mit den betriebsrats- und gewerkschaftsfeindlichen Schulungen!

*Quelle: Günter Wallraffs Buch ” Aus der schönen neuen Welt”, Köln 2012

Initiative Revolutionärer 1. Mai
AAUD – assoziation autonomer umtriebe [dachau], al[m] – antikapitalistische linke münchen, FAU – Freie ArbeiterInnen-Union München, GAM – Gruppe Arbeitermacht, OASE – Kollektiv

 

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Solidarität sprengt alle Grenzen – Auf die Straße am 1. Mai!

1.MAI: DEMO 9:45 Uhr Gewerkschaftshaus ++++ Internationales Fest POWER TO THE PEOPLE 15:00 Uhr Glockenbachwerkstatt

Warum sind Millionen Menschen auf der Flucht, auf der verzweifelten Suche nach einem Leben in Sicherheit und Würde? Weil der Kapitalismus sie zwingt, zu fliehen. Wie durch die Kriege in Syrien, Irak oder Afghanistan, wo zahlreiche Staaten – auch Deutschland – miteinander um Machteinfluss und profitable Märkte ringen. Oder weil in Afrika subventionierte EU-Agrarexporte und Landraub internationaler Investoren die Lebensgrundlage der Kleinbauern vernichtet haben. Viele Menschen in Deutschland haben jetzt Angst, das Geld würde nicht ausreichen für alle: für Einheimische und Geflüchtete. Denn auch hier bedeutet der Kapitalismus für die Mehrheit der Bevölkerung: Krise ohne Ende, unsichere Jobs, teurere Mieten und Lebenshaltungskosten bei gesunkenen Reallöhnen, steigendes Armutsrisiko und schrumpfende Renten.
Doch die Wahrheit ist: Jährlich fließen Billionen Dollar als Profite aus den Entwicklungsländern in die westlichen Industriestaaten. Menschen weltweit – der Arbeiter in Chinas Elektronik-Industrie, die Näherin für C&A in Bangladesch, der afrikanische Pflücker im spanischen Tomatengewächshaus – finanzieren durch ihre extreme Ausbeutung die Profite deutscher Unternehmen. Für Millionen Menschen ist Flucht die einzige Alternative zu Tod und Elend. Schon deswegen hat jeder Mensch das Recht, dorthin zu gehen, wo eine menschenwürdige Existenz möglich ist, und dort gleichberechtigt zu leben – Also auch nach Deutschland.

Wer soll das bezahlen? – Es gibt genug für alle!
In Deutschland werden jedes Jahr 3 Billionen an Waren und Dienstleistungen produziert. Es gibt rund 8 Billionen Euro Vermögen. Im Durchschnitt besitzt jede/r theoretisch also fast 100.000 Euro… Doch in Wahrheit teilt sich die ärmere Hälfte der Bevölkerung nur 1 Prozent des Vermögens – dagegen besitzen nur die reichsten 10 Prozent der Bevölkerung (ca. 8 Millionen Menschen) etwa 74 Prozent !! Das ist die kapitalbesitzende Klasse. Banken, Konzerne und Immobilien sind ihr Eigentum. Ihren Reichtum verdankt sie nur der Ausbeutung von Lohnabhängigen und entzieht ihn der Gesellschaft. Jährlich hinterziehen die Vermögenden in Deutschland mit legaler und illegaler Steuerflucht 50 bis 100 Milliarden Euro. Wegen ihrer Profite fehlt uns allen schon seit Jahren das Geld für angemessene Lohnerhöhungen, öffentlichen Wohnungsbau, Schulen und Lehrkräfte, Krankenhäuser und Pflegepersonal und vieles mehr – und nicht wegen der Geflüchteten!

Keine Alternative zur Enteignung
Freiwillig wird die kapitalbesitzende Klasse nichts von ihrem geraubten Reichtum der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Der Staat und alle regierenden Parteien beschützen sie und kürzen lieber mit Schuldenbremsen die öffentlichen Haushalte, anstatt Unternehmen und Vermögen wenigstens angemessen zu besteuern. Das kapitalistische System ist nicht reformierbar. Wir müssen die Kapitalbesitzenden enteignen, alle ihre Betriebe und Vermögen beschlagnahmen und in öffentliches Eigentum überführen. Dann wird alles, was die Gesellschaft produziert, endlich für die Bedürfnisse der gesamten Gesellschaft zur Verfügung stehen und den größtmöglichen Wohlstand für alle gewährleisten.
Lohnabhängige in Deutschland, in Griechenland, Flüchtlinge, sie sind trotz aller Unterschiede gemeinsam die Leidtragenden des kapitalistischen Ausbeutungssystems. Unsere Einheit im Kampf wäre unbesiegbar. Genau deswegen verbreiten rassistische Bewegungen wie CSU, AfD, Pegida oder NPD ihre „Grenzen dicht“-Parolen. Angst schüren, Hass säen, so wollen sie einheimische Lohnabhängige aufhetzen und ausspielen gegen die noch ärmeren Flüchtlinge. Unternehmerverbände fordern Mindestlohn-Absenkung für AsylbewerberInnen, um die brutale Konkurrenz um Arbeitsplätze anzuheizen. Kein einziger Euro, den sie bei Flüchtlingen streichen, danach deutschen Lohnabhängigen, Arbeitslosen oder RentnerInnen zugute kommen!

Gegen die Welle rassistischer Hetze und Terroranschläge – allein laut BKA täglich mindestens 3 Angriffe auf AsylbewerberInnen – müssen wir entschlossenen Widerstand organisieren. Die Verteidigung gegen RassistInnen rechtfertigt alle Mittel, die notwendig sind: selbstverständlich auch militante Gegenwehr! Lassen wir uns nicht durch rassistische Parolen spalten. Die Grenzen verlaufen zwischen oben und unten. Ausbeutung und Verarmungspolitik betreffen uns alle, alle Lohnabhängigen. Die spontane Solidarität tausender Menschen mit den ankommendenden Flüchtlingen im Herbst 2015 kann zum Fundament eines gemeinsamen solidarischen Kampfs werden. In Göttingen beispielsweise wurde ein leerstehendes Haus besetzt und ist jetzt Sozialzentrum und Unterkunft für Wohnungslose und Flüchtlinge. Dem ständigen Klassenkampf von oben müssen wir den Kampf unserer Klasse – der Arbeiterinnen und Arbeiter – entgegensetzen.
Wer nicht länger unter Armutslöhnen, niedrigen Renten, HartzIV-Schikanen und dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen leiden will – der/die muss sich organisieren, streiken, das bestehende politische System angreifen.
Der Kapitalismus ist in der Krise und verlängert seine Existenz nur noch auf Kosten aller erkämpften sozialen Errungenschaften. Wir brauchen dringender denn je eine Gesellschaft, die nicht auf Ausbeutung beruht, sondern in der alle nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen teilhaben, wo Solidarität statt Konkurrenz das wichtigste Prinzip ist.

Wir brauchen eine Wirtschaft, in der gemeinsam geplant wird, was und wie produziert werden soll. Notwendig ist die kollektive Verfügung über alle Güter und Reichtümer, alle wissenschaftlichen Potenziale der Gesellschaft, die heute nur privatem Profit dienen. Sozialismus oder Barbarei.

Für eine revolutionäre Perspektive –
Wir schaffen das!

Zuerst gehts gemeinsam auf die traditionelle 1.Mai Demo – 9:45 am Gewerkschaftshaus (Schwanthalerstr 64, U4/5 Theresienwiese)

Danach weiter zur Revolutionären 1. Mai Party in der Glockenbachwerkstatt:

– ab 15 Uhr mit Bücher-/Infoständen, Kuchen, Vokü, Musik, Dosenwerfen
– ab 18 Uhr Konzert mit folgenden Bands:

ARM & HÄSSLICH

THE WORDS THAT MAKE US MURDER

MAGGIE ON THE ROXX

GRAM

TAMARA BANES

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Aufruf Initiative revolutionärer 1. Mai München

12523955_785326781597353_3836485616772216191_nDieses Jahr haben wir uns mit anderen Gruppen zusammengeschlossen, um den 1.Mai revolutionar und international zu feiern. Im folgenden unser gemeinsamer Aufruf:

Der 1. Mai ist weltweit der Kampftag aller arbeitenden Menschen. An diesem Tag gedenken wir der Opfer des Massakers 1886 auf dem Haymarket in Chicago, des Blutmais 1929 in Berlin und all derer, die täglich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen müssen. Die Essenz des kapitalistischen Systems ist die Ausbeutung der Ressourcen Mensch und Ökosystem, dies betrifft uns alle. Das Kapital (z.B. die BesitzerInnen von Banken und Konzernen) greift unsere Lebensbedingungen an: mit Tarifflucht, Lohndumping, prekären Jobs, Mieterhöhungen usw. Das ist Klassenkampf von oben. Wir Lohnabhängige sollen die Kosten der Krise bezahlen – Für die Profite der Reichen!
Nicht nur in Griechenland, Spanien und Portugal hat dieses „Krisenmanagement“ schon Millionen Menschen in Armut und Elend gestoßen. Kapitalistische Ausbeutung und Kriege um Einflusszonen zwingen Millionen Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern. Im Kampf gegen Ausbeutung lassen wir uns nicht spalten in „Deutsche“, „Flüchtlinge“, „GriechInnen“ etc. Unsere Solidarität mit allen Lohnabhängigen kennt keine Grenzen – wir kämpfen gemeinsam, für gleiche Rechte und ein menschenwürdiges Leben für alle!
Das geht nicht mit „Sozialpartnerschaft“ und „Standort-Politik“, sondern nur durch organisierten Klassenkampf von unten, mit Massen-, General- und politischen Streiks, direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam. Wir kämpfen für eine freie, nachhaltige und solidarische Gesellschaft, in der die Produktionsmittel, die Rohstoffe und das Land von allen gemeinsam verwaltet werden und in der es weder Ausbeutung noch Unterdrückung gibt. Es ist genug für alle da – wenn wir die kapitalbesitzende Klasse enteignen und ihre Banken, Betriebe und Mietshäuser in öffentliches Eigentum umwandeln.

 

Initiative Revolutionärer 1. Mai:
AAUD – assoziation autonomer umtriebe [dachau] al[m] – antikapitalistische linke münchen FAU – Freie ArbeiterInnen-Union München GAM – Gruppe Arbeitermacht OASE – Kollektiv

http://irm.blogsport.de

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Alle Jahre wieder – Großspektakel “Sicherheits”konferenz

Auf die Straße am 13.Februar! Gegen Krieg und Ausbeutung!

scharfs

Die Konferenz wird von tausenden Polizisten sowie Spezialeinheiten der Bundeswehr bewacht

Weltweit sind derzeit rund 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Auf die Flucht gezwungen von Krieg, Ausbeutung, Unterdrückung und Perspektivlosigkeit. Auf der Flucht erwartet diese Menschen das oftmals tödliche Mittelmeer, Zäune, Abschottung, Frontex und die vollkommene Entrechtung und Entwürdigung ihrer Selbst. Es ist die imperialistische Machtpolitik der herrschenden Klasse in den NATO-Mitgliedsstaaten, die dafür verantwortlich ist. Militärische Interventionen, Waffenexporte und ausbeuterische Freihandelsabkommen sorgen für Entwurzelung und Verfolgung von Millionen von Menschen.

Für uns ist es deshalb unerträglich, dass die 52. sogenannte Sicherheitskonferenz (SiKo), vom 12. bis zum 14. Februar 2016 in München stattfindet. Als „zentrales, globales Forum für die Debatte sicherheitspolitischer Themen“ mit „Staats- und Regierungschefs, Ministern, führenden Persönlichkeiten und Vertretern aus Industrie, Medien und Forschung“ versteht sich die SiKo selbst. Tatsächlich ist die SiKo, medial groß inszeniert, nichts weiter als ein Tagungstreffen zur Vorbereitung von militärischen Interventionen und zur Abwicklung von Waffendeals. Die SiKo ist die Plattform für Hinterzimmergespräche, um die eigenen imperialistischen Machtansprüche, wie etwa den Zugang zu Rohstoffen, Absatzgebieten und billigen Arbeitskräften, weiter auszubauen und zu festigen.

Die beutegierige Politik der Imperialisten zwingt Menschen zur Flucht

Syrien ist nicht das erste Land, das durch imperialistische Staaten oder zumindest mit westlicher Hilfe destabilisiert wurde. Es gibt dutzende Beispiele. Um Regierungen zu beseitigen, die den Interessen der imperialistischen Mächte im Weg stehen, werden Gesellschaften in Bürgerkriege getrieben, ganze Regionen zerbombt und dauerhaft destabilisiert. Die involvierten NATO-Staaten setzen hierbei häufig auf den Aufbau und die Unterstützung terroristischer und faschistoider Organisationen, wie etwa ISIS, die Al Nusra Front und Al Quaida. Sobald diese Hilfstruppen dann nicht mehr gebraucht werden oder sie dem Interesse ihrer westlicher Förderer zuwiderhandeln, kann ihre Existenz als Vorwand für weitere Interventionen genutzt werden. Der ‚IS‘ etwa wurde vor allem vom NATO-Land Türkei finanziell, logistisch, militärisch und geheimdienstlich unterstützt. Manchmal greifen die Imperialisten auch zum Mittel des direkten militärischen Angriffs, wie in Afghanistan oder im Irak. Dabei ging es nie um Demokratisierung, Sicherheit oder den Export von Menschenrechten. Die NATO-Staaten haben kein Problem mit Terrorregimen zusammenzuarbeiten oder sie zu installieren, sofern diese den imperialistischen Interessen dienen. Versuche, unliebsame Regierungen zu beseitigen, kosten regelmäßig zigtausende Menschenleben und hinterlassen vom Krieg zerstörte Länder.

Solange nur beispielsweise der ferne Libanon Millionen von geflüchteten Menschen aufnahm, gaben sich die westlichen Regierungen eher desinteressiert. Die millionenfache Flucht von Menschen wurde als notwendiges Übel zur Durchsetzung eigener Interessen gesehen. Aber nun erreichen immer mehr Menschen die Zentren der EU. Und da wird nun von „Krise“ gesprochen, Panik macht sich breit und ein Notstand wird inszeniert. Der ganze Wahnsinn dieser Politik wird zwischen „Wir schaffen das!“ und „Willkommenskultur“ auf der einen Seite und weiteren Millionen für Frontex und Zäune auf der anderen Seite sichtbar. Europa wird militärisch abgeriegelt.

Widerstand muss leben! Eine direkte Antwort auf die Politik der Herrschenden!

Wir wehren uns solidarisch mit den Geflüchteten gegen Kriegseinsätze, Rüstungsexporte und Ausbeutung hier und weltweit. Wir sagen Nein zu Imperialismus und Krieg. Wir lehnen die Politik der Herrschenden ab und wir sagen ganz klar: Jeder, der auf der SiKo sitzt, ist direkt mitverantwortlich für diese Verbrechen an der Menschheit. Deshalb rufen wir dazu auf, sich uns anzuschließen. Entschlossen, kämpferisch und solidarisch wollen wir unseren Widerstand auf die Straße tragen. Organisieren wir den revolutionären, internationalen Klassenkampf gegen die FluchtverursacherInnen und lassen ihre Heuchelei nicht unbeantwortet: Waffenexporte verbieten, NATO auflösen! Denn es gilt „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein geächtetes Wesen ist.“

Die Grenzen verlaufen nicht zwischen Völkern, sondern zwischen Oben und Unten!

Hoch die internationale Solidarität!

Wir rufen hiermit alle dazu auf, am 13.2. zusammen mit uns im Antikapitalistischen Block auf der Großdemo gegen die “Sicherheits”konferenz zu demonstrieren. Auftakt ist 13 Uhr am Stachus, München.

Unterstützer: Antikapitalistische Linke München, Organisierte Autonomie Nürnberg, ROJA Nürnberg, Revolutionäre Aktion Stuttgart

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The Hunger Games are real – Join the Revolution!

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Eine große Mehrheit von Menschen, die am Existenzminimum ums Überleben kämpft, eine kleine Mittelschicht und eine verschwindend geringe Klasse von Reichen, die im Überfluss leben, sich Vergnügungen und Lastern hingeben, die Wirtschaft kontrollieren und damit die Politik beeinflussen. Geburtsrecht ist das Merkmal, das entscheidet, zu welcher dieser Gruppen man gehört. Die Produktion ist darauf ausgerichtet, der herrschenden Klasse alle Annehmlichkeiten zu ermöglichen, ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Arbeitenden und ohne, dass diese selbst von ihrer Arbeit profitieren. Unterhaltungsshows lenken von der Realität ab, Aufstände werden durch Polizei und Militär brutal niedergeschlagen.

Es ist unmöglich zu sagen, ob wir hier das Szenario der aktuell als Verfilmung im Kino zu sehenden Buchreihe „Die Tribute von Panem/The Hunger Games“ oder die Welt im Jahre 2015 beschreiben. Nur weil unsere Realität viel komplexer und vielschichtiger ist als ein Jugendroman es jemals sein könnte, heißt das nicht, dass hier nicht die gleichen grundlegenden Prinzipien gelten. Die „Tribute von Panem“ sind, ob nun gewollt oder nicht, eine Metapher für unsere heutige Gesellschaft. Diese ist geprägt von Unterdrückung, Ausbeutung, Gewalt und einer stetig wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich.

Und das perfideste daran: Die Buch und Filmreihe wird nun von großen Konzernen genutzt, um mit ihnen Milliarden zu verdienen. Werbekampagnen, Trailer und Merchandising sind ständig präsent. Das gleiche Prinzip, wie das der Hungerspiele, welche im fiktiven Panem als Riesenevent veranstaltet und gefeiert werden. Grausame Unterhaltung, die den Voyeurismus der Massen bedient, damit diese sich bloß nicht fragen, was eigentlich in der echten Welt passiert.

In der „Hunger Games“-Welt organisieren sich schließlich Menschen aus den verschiedensten Schichten im Widerstand, um gemeinsam das alte Regime abzusetzen, und zwar auch mit Gewalt. Diesen Menschen ist klar, dass sie mit friedlichen Mitteln niemals eine Chance hätten, gegen das hochgerüstete Kapitol zu gewinnen. Der Lauf der Rebellion ist nicht perfekt – es müssen tragische Opfer gebracht werden, es gibt innere Konflikte in der Bewegung, die von den Herrschenden ausgenutzt werden, um diese zu spalten, und jeder der Beteiligten muss für sich selbst Kompromisse eingehen. Dadurch wird die Geschichte aber nur noch realistischer und erinnert und daran, dass unser Weg niemals leicht sein kann. Am Ende der Serie wird dann tatsächlich der Traum einer neuen, besseren Gesellschaft verwirklicht, in der alle Menschen gleichberechtigt vom Fortschritt profitieren. Das muss keine Fiktion bleiben.

Anstatt nur einen Film anzuschauen und danach gemütlich weiter zu leben wie bisher, sind wir alle gefordert, wenn wir eine wirkliche Veränderung bewirken wollen.

Engagiert euch in Initiativen, Gewerkschaften und Gruppen, die gegen Krieg, Faschismus und Ausbeutung der Lohnabhängigen kämpfen. Informiert euch nicht nur durch die großen Zeitungen und Fernsehsender, sondern durch unabhängige Berichterstattung und durch den Austausch mit Menschen aus anderen Ländern und anderen sozialen Schichten.

Nur gemeinsam können wir das Kapitol stürzen. Wir sind die Mehrheit. May the odds be ever in our favour.

(zum Weiterlesen eine aktuelle Analyse zum Thema Krieg und Flucht)

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Nichts Neues – zum Thema Flucht und Krieg im Jahr 2015

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Flüchtende an der ungarischen EU-Außengrenze

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt: „Flüchtlinge sind bei uns willkommen!“, das ist dann wohl Schnee von gestern! Merkel lässt zwar weiterhin verlauten, dass Abschottung „keine Option“ sei, doch im gleichen Atemzug wirbt sie für eine weitere Verschärfung des Asylrechts. Diese bedeutet Leistungskürzungen, schnellere Abschiebungen, Ausweitung der angeblich „sicheren“ Herkunftsländer und wurde mittlerweile beschlossen. Auch Vize-Kanzler Sigmar Gabriel meint Deutschland sei an „den Grenzen seiner Möglichkeiten“. Der Pegida-Flügel der deutschen Regierung – die CSU – droht derweil Geflüchteten mit „Notwehrmaßnahmen“.

Vor kurzem klopften sie sich auf die Schulter, die Kanzlerin, der Wirtschaftsminister und andere PolitikerInnen: Deutschland, das Vorbild in der Geflüchtetenpolitik. Bilder von fliehenden SyrerInnen, die Angela Merkel feiern, gingen um die Welt. Aber es gibt keinen Grund, stolz auf dieses Land zu sein. Nicht solange Deutschland eine Mitschuld an der Flucht dieser Menschen trägt. Viele Menschen engagieren sich für Geflüchtete, spenden, geben Nachhilfe – solidarisches Handeln ist gut und notwendig, wir alle sind gefordert! Aber es reicht nicht! Denn es löst das Gesamtproblem nicht: So lange Länder wie Deutschland oder die USA Waffen, Kriege und Armut in andere Länder exportieren, werden Menschen von dort fliehen. Und so lange sich daran verdienen lässt, werden Deutschland und die anderen ihre Außenpolitik nicht ändern. Wenn man den Geflüchteten wirklich helfen will, muss man die Wurzel des Übels angreifen – das System, den Kapitalismus.

Die Fluchtursachen vor Ort bekämpfen“. Das fordern oftmals auch PolitikerInnen verschiedenster bürgerlicher Parteien. Aber wie sieht es aus, wenn kapitalistische Länder „in den Herkunftsländern“ tätig werden?

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Solidarität mit den Flüchtenden heißt Kampf dem Kapitalismus!

solirHier nochmal unser kurzer Flyer, den wir für die gestrige “Platz da” Kundgebung geschrieben haben:

Solidarität mit den Flüchtenden heißt Kampf dem Kapitalismus!

Flüchtlingslager brennen. Bereits 11 Brandschläge auf Flüchtlingslager gab es allein dieses Jahr und mehr als 150 Angriffe insgesamt. Begleitet und angeheizt aus Teilen der Politik auf der einen, und einem rechten Mob auf der anderen Seite fühlen sich Brandstifter als die konsequenten Vollstrecker des Mehrheitswillens.

 Doch eine Mehrheit haben sie keineswegs hinter sich. Das zeigt sich heute hier und bei vielen anderen Gelegenheiten. Viele Menschen solidarisieren sich mit den Geflüchteten und protestieren gegen immer weitergehende Verschärfungen des Asylrechts ebenso wie gegen rechte Hetze und Gewalt. Das ist gut so! Aber es wird nicht reichen. Weiterlesen

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Internationalist in Rojava gestorben

Am 6. Juli 2015 ist Kevin Jochim (Dilsoz Buhar) aus Karlsruhe als Kämpfer der Volksverteidigungskräfte YPG in Suluk (Rojava) gefallen.

Hier die offizielle Mitteilung der YPG http://ypgrojava.com/ku/index.php/martyrs/970-13-07-2015

Kevin (geboren 1993) war Marxist-Leninist und hat sich 2012 der Revolution in Rojava und den YPG angeschlossen.

In diesem Video hat Kevin vor einigen Monaten seine Entscheidung begründet

“Ich möchte von dieser Revolution lernen. Denn diese Revolution, das System Rojava, könnte eine Alternative werden für alle Völker auf der Welt. Sie könnte eine Alternative werden zu allen Ideologien, die keine Lösungen brachten. Sie könnte eine Alternative für die Welt und die Kapitalistische Moderne werden (…) Unsere Genossenschaftlichkeit hier bedeutet, dass wir uns gegenseitig helfen, 24 Stunden am Tag. Wir sind auch bereit, unser Leben zu geben für unsere GenossInnen. Und solange wir leben, unterstützen wir uns gegenseitig und werden gemeinsam stärker. Unser Erfolg beruht auf dieser Genossenschaftlichkeit. Das hat mich das Leben in der YPG gelehrt. Unsere Grundlage ist Genossenschaftlichkeit. Unsere Persönlichkeit beruht auf Genossenschaftlichkeit.”

SEHIT NAMIRIN – DIE GEFALLENEN REVOLUTIONÄRINNEN SIND UNSTERBLICH

Wir werden Dich nicht vergessen

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Revolutionäre Linke aus Deutschland im Kampf für die Befreiung von Rojava

Ein Genosse aus Stuttgart hat sich entschieden nach Rojava zu gehen und die YPG im Kampf gegen den IS-Terror zu unterstützen. Hier seine Erklärung dazu.

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Ich bin Mitglied und Kämpfer der Revolutionären Aktion Stuttgart aus Deutschland und kämpfe als Teil der Internationalen Freiheitsbataillon in Rojava unter dem Kommando der MLKP, die der YPG untersteht. Im Internationalen Freiheitsbataillion kämpfen mehrere revolutionäre Organisationen aus verschiedenen Ländern. Seit vielen Jahren bin ich Teil der revolutionären Linken in Deutschland und war an vielen verschiedenen Kämpfen beteiligt. Ein internationalistisches Selbstverständnis und eine dementsprechende Praxis gehören für mich als Kommunisten zur politischen Arbeit dazu. So haben wir seit dem Beginn der Aufstände gegen Assad zu Syrien bzw. Rojava gearbeitet. Wir haben Demonstrationen und Veranstaltungen organisiert und unterstützt und uns mit den Geschehnissen in Rojava auseinandergesetzt. All dies war und ist wichtig, der Prozess hier muss öffentlich gemacht werden und Menschen weltweit müssen von den Errungenschaften der Revolution hier erfahren. Weiterlesen

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Mobivideo von Perspektive Kommunismus zum G7-Gipfel

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Die Mobilisierung gegen das Gipfeltreffen im Juni 2015 hat begonnen. Protest und Widerstand statt Globalisierung von Armut und Krieg!

Im Sommer 2015 treffen sich die Staatschefs von Deutschland, Italien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada und den USA zum G7-Gipfel im Schloss Elmau in Bayern. Unter dem Schutz von Polizei und Militär wollen die Staats- und Regierungschefs auf dem Gipfeltreffen nach Außen Geschlossenheit demonstrieren und medienwirksam die Durchsetzung ihrer gemeinsamen Interessen organisieren. Weiterlesen

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Krieg dem Krieg! Antimilitaristisch denken, kämpfen, organisieren

Folgendes Interview findet sich in der Zeitung von uns und den GenossInnen von Perspektive Kommunismus zum G7-Gipfel:

Der G7-Gipfel 2015 findet in einer Zeit statt, in der imperialistische Kriege Alltag sind. Wir sprachen mit GenossInnen aus Perspektive Kommunismus die hauptsächlich im Bereich Antimilitarismus engagiert sind:

In der Mobilisierung gegen den G7-Gipfel legt ihr einen deutlichen Schwerpunkt auf den Kampf gegen Krieg und Militarismus. Woraus ergibt sich für euch die Notwendigkeit gerade diesen Bereich linker Politik bei der Kampagne in den Fokus zu rücken?

In den letzten 25 Jahren hat sich die Rolle Deutschlands auf internationaler Bühne deutlich verändert: Mit dem Fall des gescheiterten sozialistischen Versuchs in der Sowjetunion und der Angliederung der ehemaligen DDR, waren die Voraussetzungen für eine neue wirtschaftliche und geopolitische Stärke der BRD gegeben. Die „Systemkonkurrenz“ mit der Sowjetunion begründete zuvor noch den vermeintlichen Verteidigungscharakter der NATO-Armeen, gerade der Bundeswehr. Der Wegfall dieses Gegenspielers schuf jedoch Möglichkeiten zur Verwirklichung neuer Machtansprüche durch die NATO-Staaten. Die Anerkennung Kroations und Sloweniens im ersten Jugoslawienkrieg 1992 durch die BRD – eine verdeckte Kriegserklärung gegen Jugoslawien! – bildete schließlich den Auftakt für ein offensiveres, internationales Auftreten des deutschen Staates. Mit der Beteiligung der Bundeswehr an den NATO-Bombardierungen Rest-Jugoslawiens im Jahr 1999, wurden die neuen außenpolitischen Leitlinien schließlich das erste Mal in die Praxis umgesetzt. Das Verteidigungsmärchen der NATO war endgültig gestorben und die BRD schloss sich der „Out-of-area“-Politik der USA, selbstbewusst und mit eigenen Zielsetzungen an. Weiterlesen

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Lauffeuer (Doku)

Ulrich Heyden, Marco Benson und das Team von leftvision haben eins der Schlüsselereignisse des Ukraine-Konflikts aufgearbeitet: Die Morde in Odessa am 02.05.2014. Schauts Euch an, es lohnt sich! Mehr Infos zum Film unter http://lauffeuer-film.de/

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Gedenken an Ivana

ivana

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ATEMLOS BIS ZUM STURZ DES KAPITALISMUS – G7-GIPFEL 2015 STÜRMEN

JPEGIm bayrischen Elmau findet am 7. und 8. Juni 2015 der G7-Gipfel statt. Im Schlosshotel
Elmau treffen sich die Staats- und Regierungschefs von Deutschland, USA, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Italien und Japan. Die G7 sind die mächtigsten kapitalistischen Staaten, die führenden Militärmächte und die Standorte der größten Banken und Konzerne. Ihre Politik ist verantwortlich für Armut, Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen Menschen, Hungerkatastrophen und Kriege. Wir wollen den Widerstand gegen den G7-Gipfel organisieren und deutlich machen, dass die Herrschenden uns nicht repräsentieren und auch in der Alpenidylle keine Ruhe finden werden.
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